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DPolG und VBE-Hessen fordern: Schulweg üben PDF Drucken

DPolG und VBE-Hessen raten Eltern, den Schulweg zu üben – Schulwegpläne beachten – Erstklässler besonders gefährdet – Auch bei Busfahrten üben – Landeschefs rufen Eltern zur Mithilfe auf

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) und die Lehrergewerkschaft Verband Bildung und Erziehung (VBE) raten Eltern von Schulanfängern, trotz der andauernden Sommerferien schon jetzt an die Schule zu denken: Schulanfänger sind besonders gefährdet, weil viele von ihnen mit der Einschulung erstmals allein im Straßenverkehr unterwegs sind. So hat die hessische Polizei im vergangenen Jahr 185* Schulweg-Verkehrsunfälle registriert, bei denen Kinder von 6 bis 14 Jahren zu Schaden kamen. Dabei wurden 35 Kinder schwer und 154 leicht verletzt. Allein in der Altersgruppe 6 bis 7 Jahre (Schulanfänger) wurden bei 22* registrierten Schulweg-Verkehrsunfällen 8 Kinder schwer und 12 leicht verletzt.

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Wenn aus Kindergartenkindern Erstklässler werden, empfehlen der DPolG-Vorsitzende Heini Schmitt und der VBE-Landesvorsitzende Helmut Deckert den Eltern, den Schulweg mit den Kin-dern nachhaltig zu üben. Dabei sollten sie sich einerseits auf die Schulwegpläne verlassen, die die Schulen in Hessen bereithalten, andererseits selbständig den sichersten Weg aussuchen. „Umwege lohnen sich, wenn die Gefahr deutlich sinkt“, betonten sie.

Eltern von Erstklässlern sollten die nächsten Tage dazu nutzen, ihrem Kind die nötige Sicherheit für den künftigen Schulweg zu geben. Sie können sich Kummer ersparen, wenn sie den Schulweg mit ihren Kindern einüben: „Laufen Sie den Schulweg mehrfach in beiden Richtungen mit ihrem Kind ab – wenn möglich morgens und mittags. Weisen Sie es auf Gefahrenpunkte hin. Nicht nur die Teilhabe an den ersten Schultagen ist wichtig, sondern auch die Anbahnung von Sicherheit auf dem Schulweg“, erläuterten die beiden Vorsitzenden ihren Aufruf.

Ein besonderes Augenmerk gelte Schülern und Schülerinnen, die bereits im 1. Schuljahr mit dem Bus fahren müssten. Hier seien alle – Eltern, Busfahrer und Lehrkräfte – besonders gefordert. Naturgemäß seien allerdings zuerst die Eltern gehalten, mitzuhelfen, auch diesen Gefahrenpunkt für ihr Kind zu entschärfen.

Bei Unfällen mit Kindern habe die Frage nach der Schuld eine untergeordnete Bedeutung. Vor-beugung sei angesagt, damit es erst gar nicht zu einem Unglück komme. Dazu zähle allerdings auch ein sicherheitsbewusstes Verhalten der Eltern selbst. Immer wieder müsse die Polizei z. B. feststellen, dass Kinder im Auto der Eltern nicht richtig angeschnallt seien.

Kindergarten und Schulen griffen regelmäßig das Thema „Gefahren im Straßenverkehr“ auf und übten. Dabei werden sie auch von der Polizei vor Ort unterstützt. „Den ganz persönlichen Schul-weg mit seinen spezifischen Gefahrenpunkten kennen die Eltern jedoch besser. Diese können ihr Kind individuell auf die Teilnahme am Straßenverkehr vorbereiten“, so die DPolG und der VBE.

*= Zahl der Verkehrsunfälle auf dem Schulweg, bei denen Kinder unabhängig von der Art der Verkehrsbeteiligung und von der Frage der Verursachung zu Schaden kamen.

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